| Bauherrschaft | Baugenossenschaft wohnen&mehr |
| Generalunternehmung | Proplaning |
| Architektur | Bachelard Wagner Architekten / Reuter Architekten (Baustein 1 und 4, Pavillon 1) / Baumann Scheibler Villard (Baustein 2, Pavillons 2 und 3) / Enzmann Fischer Partner (Bausteine 3a und 3b) |
| Tragwerksplanung | Schnetzer Puskas Ingenieure (Bausteine 1, 3a, 3b und 4 sowie Pavillons 1, 2 und 3) |
| Planungszeit | 2017 - 2020 |
| Realisierungszeit | 2020 - 2023 |
| Status | Gebaut |
2017 schrieb die Baugenossenschaft wohnen&mehr einen Studienauftrag für die städtebauliche Planung des Felix Platter-Areals aus. Auf dem rund 35’000 Quadratmeter grossen Westfeld-Areal im Basler Iselin-Quartier entsteht seitdem ein neues Stadtviertel mit Wohnungen sowie Flächen für Gewerbe, Dienstleistungen und Quartiernutzungen. Die erste Bauetappe, abgeschlossen im Januar 2024, umfasst die Umnutzung des denkmalgeschützten ehemaligen Felix Platter-Spitals sowie mehrere Neubauten und bietet insgesamt 520 Wohnungen. Die Neubauten bilden ein als Blockrandbebauung in Form eines langgestreckten Karrees um einen zentralen Grünraum konzipiertes Ensemble. Ergänzt wird die Wohnbebauung durch drei freistehende Gewerbepavillons entlang des zentralen Boulevards sowie eine unter dem Quartierplatz angeordnete Einstellhalle mit rund 200 Parkplätzen.
Die Neubauten sind architektonisch bewusst nicht aus einem Guss gestaltet, was wesentlich zum lebendigen Eindruck des Westfelds beiträgt. Das übergeordnete Tragwerkskonzept basiert auf einheitlichen Deckenstärken sowie einer einheitlichen Struktur der hofseitigen Laubengänge und Balkone. Die einzelnen Bausteine sowie die Autoeinstellhalle sind als klassischer Massivbau konzipiert. Für den vertikalen Lastabtrag dienen die als Flachdecken ausgeführten Geschossdecken sowie im Wesentlichen die Erschliessungskerne, die Wohnungstrennwände und teilweise die Aussenwände. Die horizontale Aussteifung der Bausteine erfolgt über die Erschliessungskerne sowie weitere ausgewählte Wandscheiben. Die hofseitigen Fassadenstützen dienen als Auflager für die thermisch von den Geschossdecken getrennten Balkonplatten. Sie wurden mit einem über alle Bausteine identischen architektonischen Ausdruck und einheitlichen Anschlussdetails realisiert und sind über in den gewachsenen Baugrund eingebundene Betontatzen fundiert.
Für die Ausführung der Tragkonstruktion wurde ressourcenschonender Recyclingbeton eingesetzt. Er kam in den Fundamentvertiefungen und Bodenplatten, allen nicht hochbeanspruchten Wandscheiben sowie allen nicht weitgespannten Geschossdecken zum Einsatz. Die drei Gewerbepavillons wurden mit unterschiedlichen konstruktiven Ansätzen realisiert: Ein Pavillon wurde zweigeschossig in Holzbauweise erstellt, ein zweiter Pavillon erhielt ein Flügeldach mit Lichthof, und ein dritter dreigeschossiger Pavillon wurde mit einfachem Ausbaustandard konzipiert.
In der zweiten Bauetappe, deren Ausführung bis 2027 läuft, entstehen weitere Wohnungen und Flächen für Quartiernutzungen, Dienstleistungen sowie Kleingewerbe. Das Projekt besteht aus einem sechsgeschossigen Gebäude als Abschluss des Blockrands, einem Velopavillon sowie einer Erweiterung der Autoeinstellhalle im Untergeschoss.
Das Westfeld gilt als Vorzeigebeispiel für die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privaten bei der Förderung von preisgünstigem Wohnraum. Neben der sozialen Nachhaltigkeit wurde in Zusammenarbeit mit den Industriellen Werken Basel auch auf ökologische Nachhaltigkeit geachtet: Grosse Fotovoltaikanlagen auf den Dächern, Fahrradabstellplätze mit Ladestationen für E-Bikes sowie Ladestationen für Elektroautos ergänzen das Konzept.
| Bauherrschaft | Baugenossenschaft wohnen&mehr |
| Generalunternehmung | Proplaning |
| Architektur | Bachelard Wagner Architekten / Reuter Architekten (Baustein 1 und 4, Pavillon 1) / Baumann Scheibler Villard (Baustein 2, Pavillons 2 und 3) / Enzmann Fischer Partner (Bausteine 3a und 3b) |
| Tragwerksplanung | Schnetzer Puskas Ingenieure (Bausteine 1, 3a, 3b und 4 sowie Pavillons 1, 2 und 3) |
| Planungszeit | 2017 - 2020 |
| Realisierungszeit | 2020 - 2023 |
| Status | Gebaut |