Bauherrschaft Société Nautique de Genève
Architektur BUREAU (Daniel Zamarbide, Carine Pimenta, Galliane Zamarbide)
Tiefenfundationen Karakas & Français
Ausführung Metallbau Ruch Metallbau
Planungszeit 2022 - 2024
Realisierungszeit 2024 - 2025
Status Gebaut

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Das Projekt des neuen Leuchtturms für die Société Nautique de Genève möchte die funktionellen Anforderungen an einen Leuchtturm mit einem klaren, starken formalen Erscheinungsbild vereinbaren und ihm so eine symbolische Dimension verleihen. Er soll als neuer Orientierungspunkt für das erneuerte Seebecken und für die Stadt dienen.

Die bauliche Herausforderung bestand darin, eine leichte und zugleich elegante Struktur zu erstellen. Der etwa 17 m hohe Turm erhebt sich über einem mineralischen Sockel, der in den neuen Steg integriert ist. In ihm befinden sich ein «Wohnraum» und eine technische Unterkonstruktion. Die Grundstruktur aus Stahlbeton ist mit den gleichen Quadersteinen verkleidet wie der Steg. Sie bietet dem Turm Halt und schützt ihn zugleich vor Windböen und Gischt.

Das Tragwerk des Leuchtturms besteht aus einem hyperbolischen Turm von etwa 13 Metern. Er ist mit einem Netz aus vorgespannten Seilen mit 10 mm Durchmesser und einem komprimierten Kernstück ausgestattet. Die Wartung der Laterne kann vom Turmsockel aus erfolgen. Die derart minimalistisch gestaltete Struktur reduziert zugleich die Windbelastung. Damit der Mechanismus zum Heraufziehen und Herablassen des Leuchtkörpers integriert werden konnte, ist die Mittelsäule in drei dünne Metallrohre mit 100 mm Durchmesser unterteilt. Diese sind mit dem Kabelnetz durch vorgespannte strahlförmige Zugelemente und einen in die Aussenfläche integrierten komprimierten Ring verbunden. Der Aufbau ist ähnlich wie bei einem Velorad. Das Zusammenspiel zwischen der Aussenhülle und den Säulen verringert deren Knicklänge und sorgt so für eine optimale Schlankheit. An der Spitze sind die Zugelemente mit strahlförmigen Lamellen in einem versteiften Metallring verankert. Letztere übertragen die Kräfte des Kabelnetzes auf die drei Mittelsäulen.

In der ersten Etage, der Schnittstelle zwischen der metallischen Turmstruktur und dem Mineralsockel, befindet sich die «Startkabine». Die drei Mittelsäulen sind in einer Betonsäule verankert, die dem Bauwerk auf dieser Ebene seine Gesamtstabilität verleiht. Hinter der oktagonalen Glasfassade sind acht dünne Metallsäulen eingefügt. Diese Säulen sind über einen starren Metallring, der in eine Betonplatte oberhalb der Kabine eingelassen ist, mit dem Kabelnetz verbunden. So werden die einwirkenden Kräfte gleichmässig verteilt. Die Spannung der Aussenhülle wird durch eine Besonderheit im Säulenfuss erzeugt. Sie ist so konzipiert, dass eine konzentrierte Zugkraft leicht übertragen werden kann. Die Anordnung der Säulen setzt sich vertikal im Sockel fort. Um die Übertragung der horizontalen Kräfte auf die Platte zu gewährleisten, wurden beim Giessen des Betons Metallteile mit eingebettet.

Der gesamte Leuchtturm steht auf einer Stahlbetonfundamentplatte. Sie verteilt die Lasten auf Mikropfähle, die in den Tragschichten des Seegrundes verankert wurden.

Dylan Perrenoud

Dylan Perrenoud

Dylan Perrenoud

Dylan Perrenoud

Dylan Perrenoud

Dylan Perrenoud

Bauherrschaft Société Nautique de Genève
Architektur BUREAU (Daniel Zamarbide, Carine Pimenta, Galliane Zamarbide)
Tiefenfundationen Karakas & Français
Ausführung Metallbau Ruch Metallbau
Planungszeit 2022 - 2024
Realisierungszeit 2024 - 2025
Status Gebaut