• Projektdaten
  • Novartis Pavillon, Basel
  • Bauherrschaft
    Novartis Pharma AG
  • Generalplanung
    ARGE Blaser Architekten AG Butscher Architekten AG
  • Architektur
    Michele De Lucchi, aMDL Circle, Milano
  • Planungszeit
    2019-2021
  • Realisierungszeit
    2020-2022
  • Status
    Gebaut

Anlässlich des 25-jährigen Unternehmensjubiläums eröffnet Novartis im Frühling 2022 ein neues Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude. Der Novartis Pavillon soll ein öffentlich zugänglicher Ort der Begegnung und des Austausches sein und wird ein erster sichtbarer Meilenstein der Öffnung des Campus für die Öffentlichkeit. Neben einer Ausstellung im Obergeschoss zu den Wundern der Medizin, umfasst das Gebäude im offen gestalteten Erdgeschoss ein öffentlich zugängliches Café, einen grossen Veranstaltungsraum sowie ein interaktives Angebot für Schulklassen.

Die Tragkonstruktion des Pavillons wurde als Hybridbau konzipiert. Der Neubau wurde in kombinierter Holz- und Betonbauweise mit einem hohen Vorfertigungsgrad und einem wiederholenden radialen Raster erstellt. Diese Bauweise schont die Ressourcen und bietet eine grosse Flexibilität in der Nutzung. Die konsequente Teilung in gleiche Kreissegmente bestimmte die vorgefertigte Bauweise in Holz und Holzbetonverbund. Entwickelt wurde die Struktur aus der konstruktiven Logik eines Kreisrings mit einem Lichthof als Herzstück. Die differenzierte Materialwahl der einzelnen Bauteile akzentuiert die strukturell-konstruktive Bedeutung. Die Ressourcen Holz, Stahl und Beton werden im Sinne der Nachhaltigkeit so effizient wie möglich eingesetzt.

Das Untergeschoss wurde in Stahlbeton konzipiert. Den Abschluss bilden eine 28 cm starke Untergeschossdecke sowie eine Überbrückung des untenstehenden Weges im Bereich ohne Unterkellerung. Diese Überbrückung wurde mit einer 45 cm starken Ortbetondecke realisiert. Erschliessungskerne und Haustechnikschächte wurden aus Beton entworfen.

Ein radiales, der Beanspruchung folgendes Rahmentragwerk aus Brettschichtholz bildet mit den statisch aussteifenden Betonkernen den Ausstellungspavillon. Die im ringförmigen Bauwerk tangential über 6.5 Meter gespannten Decken bieten durch den Betonverbund eine starre Deckenscheibe. Die Holzbetonverbundelemente lagern auf stählernen, deckengleichen «Delta Beams» auf. Darüber beginnen sich die radialen Holzrahmen des Daches über ca. 10 Meter aufzuspannen. Die Dacheindeckung des Rahmentragwerks erfolgt mit isolierten schubsteif verbundenen Wandelementen in Tafelbauweise.

Die Fassade des Gebäudes besteht aus einem Netz aus organischen Photovoltaikzellen und LED-Elementen und wurde als Medienfassade konzipiert. Sie generiert den dafür notwendigen Strom gleich selbst und trägt zur Vermittlung des Grundgedankens des Gebäudes bei: Dialog und Offenheit zu fördern.

Tragwerk_Norvartis
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