• Projektdaten
  • HSG Learning Center, St. Gallen, 2021
  • Bauherrschaft
    HSG Stiftung
  • Architektur
    Sou Fujimoto Architects / Burckhardt+Partner AG
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Planungszeit
    2018-2019
  • Realisierungszeit
    2020-
  • Status
    In Planung

Mit einer Gesamtfläche von rund 7000 m2 basiert das Learning Center auf einem Gestaltungskonzept kreativer Räume. Diese berücksichtigten verschiedene Aspekte wie Kommunikation, Konzentration, Kollaboration und Interaktion. Die Architektur geht auf das innovative Lehr- und Lernkonzept der HSG mit einer offenen Struktur (das “Open Grid”) ein und ermöglicht zukünftige Transformationen. Durch diese Zielsetzung soll auch das strukturelle Design eine grösstmögliche Flexibilität besitzen.

Das Gebäude umfasst zwei Obergeschosse, ein Erd- und ein Untergeschoss. Es ist geprägt von raumhohen, den Axraster zeichnenden Fensterfronten. Die quadratischen Grundrisse machen eine Vielzahl verschiedener Lernlandschaften möglich. Im Zentrum des Gebäudes steht das offene “Forum”, das sich über drei Stockwerke erstreckt und mit seiner eindrucksvollen Raumhöhe eine räumliche Übersicht schafft. Der Bau staffelt sich durch ein kubisches Konzept ab dem Strassenniveau in die Höhe. Das “Open Grid” kommt durch das Stützen-Riegeltragwerk auch im Innern zur Geltung. Vom Eingangsbereich aus öffnet sich die Sicht auf sämtliche Stockwerke und bietet einen Überblick auf das gesamte Gebäude.

Das Stahlbetontragwerk, welches teilweise in Sichtbeton angedacht ist, spannt ein Raster von 9.8m x 9.8m x 4.8m auf. Die relativ weit gespannten Decken werden als Unterzugsdecke mit einer Deckenstärke von 35cm konzipiert. Die vorgefertigten Betonstützen sind gleich breit wie die Unterzüge. Um den Farbton der Stützen mit dem der Ortbetondecke, -Wände und -Unterzüge anzugleichen werden sie mit Weisszement unter Zugabe von Pigmenten hergestellt.

Mit einem Hohlkörpersystem wird eine ökologisch wirksame Technologie eingesetzt, die den Ausstoss an umwelttoxischen Schadstoffen um bis zu 20 Prozent und den Primärenergiebedarf um bis zu 22 Prozent reduziert. Der Einsatz von Hohlkörperdecken reduziert die Deckenmasse im Layout um 17 Prozent. Mit der Einsparung der Betonmasse wird das Erdbebenverhalten des Gebäudes begünstigt und zusätzlich eine wirtschaftlichere Fundation erzielt.

Das strukturelle Konzept des Gebäudes mit seinen primären Elementen – Stütze, Träger und Decke – macht die Tragwirkung des Gebäudes für die Besucher und die Studierenden lesbar. In der vermeintlich nachvollziehbaren Struktur erschliessen sich einem jedoch noch nicht alle “Geheimnisse” des Tragwerks, wie das der frei schwebenden, der Beanspruchung folgenden Wendeltreppen des Forums, welche die ausladende Geschosse verbinden.

OPEN GRID choices of tomorrow_AXO_WINTER_credit_Sou Fujimoto Architects Kopie
Das
Das "Open Grid" Konzept
OPEN GRID choices of tomorrow_Atrium_credit_imagebymir Kopie
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