• Projektdaten
  • Naturhistorisches Museum & Staatsarchiv Basel-Stadt, Basel
  • Bauherrschaft
    Kanton Basel-Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement, Hochbauamt
  • Generalunternehmung
    Generalplaner ARGE NMB&StABS - EM2N / Akeret
  • Architektur
    EM2N Architekten
  • Planungszeit
    2015-2020
  • Realisierungszeit
    2021-2026
  • Status
    Im Bau

Die Grunsteinlegung für den gemeinsamen Neubau des Naturhistorischen Museums Basel und des Staatsarchivs Basel-Stadt hat am 22. August stattgefunden.

Das Naturhistorische Museum Basel und das Staatsarchiv Basel-Stadt sind zwei traditionsreiche Basler Institutionen. Heute befinden sich beide Institutionen in sanierungsbedürftigen Liegenschaften. Den internationalen Projektwettbewerb für den Neubau des Naturhistorischen Museums des Staatsarchivs konnten 2015 die Zürcher Architekten EM2N mit ihrem Generalplanerteam für sich entscheiden. Auf einer Länge von rund 180 Meter umfasst der Neubau beim Güterbahnhof St. Johann in Basel vier Untergeschosse, das Erdgeschoss und vier Obergeschosse. Nordseitig wird als sichtbares Erkennungszeichen ein zehngeschossiger Turm erstellt. Ein eingeschossiger Anbau, der als Auflager für die Luzernerringbrücke ausgebildet wird, bildet den nördlichen Abschluss des Gebäudes.

Beim Tragwerk handelt es sich durchwegs um Betonkonstruktionen, wobei mehrheitlich Ortbeton-Flachdecken zum Einsatz kommen, die in Bereichen mit erhöhten Nutzlasten vorgespannt werden. Die Ausstellungshallen und der Eingangsbereich mit grösseren Spannweiten werden mit ergänzenden Unterzügen und überbetonierten, vorfabrizierten Rippenplatten für grösstmögliche Nutzerflexibilität weitgehend von Stützen befreit.

Im Turmbereich sind nur die Umfassungswände und das Treppenhaus kaminartig betoniert, womit auch die horizontale Stabilität gewährleistet wird. Im Übrigen wird die Erdbebensicherheit durch die vorhandenen Wandscheiben im Gebäudeinneren wie auch entlang der Fassade gewährleistet. Die Redundanz macht grössere Perforationen in Form von bandförmigen, geschosshohen Fassadenöffnungen möglich. In den betreffenden Bereichen wirken die Wände zugleich als Träger.

Die Untergeschosse bilden mit umlaufenden Betonwänden und einer kräftigen Bodenplatte einen robusten Fundationskasten, der als weisse Wanne mit Zusatzmassnahmen zur Erreichung der Dichtigkeitsklasse 1 konstruiert wird. Für die Baugrubenumschliessung steht eine mehrlagig rückverankerte, aufgelöste Bohrpfahlwand im Vordergrund, die im Bereich des vierten Untergeschosses unter dem Grundwasserspeigel mit einer Spundwand ergänzt wird.

Die Realisierung ist bis 2026 geplant, die Umzugs- und Einrichtungsphase dauert voraussichtlich bis 2027/28.

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