• Projektdaten
  • Meret Oppenheim Hochhaus, Basel
  • Bauherrschaft
    Schweizerische Bundesbahnen Immobilien, Olten
  • Totalunternehmung
    HRS Real Estate AG
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Architektur
    Herzog & de Meuron
  • Planungszeit
    2015-2016
  • Realisierungszeit
    2016-2019
  • Status
    Gebaut


Der Neubau des Meret Oppenheim Hochhauses ist Teil der Transformation des südlichen Umfelds des Basler Bahnhofs, an der die Schweizer Bundesbahn seit 2002 arbeitet. Im Zuge dieses neuen Meilensteins wird zudem der Meret Oppenheim Platz aufgewertet und eine neue zentrale Logistikanlieferung für den Bahnhof im Untergeschoss des Hochhauses eingerichtet.

Das Hochhaus besteht aus einem sechsgeschossigen Sockel, auf dem ein 19-stöckiger Turm errichtet wurde. Das Gebäude ist 85 m hoch und weist drei Untergeschosse auf, die in das Grundwassereinbinden. Im Erdgeschoss befinden sich Gastronomieflächen, in den Sockelgeschossen Dienstleistungsflächen, im Hochhausbereich Wohnungen. Die Form des Hochhauses ergibt sich durch das Stapeln unterschiedlich grosser Volumenkörper aufeinander. Die daraus entstehenden Rücksprünge, Terrassen und mehrgeschossigen Lufträume verleihen dem Turm seine einzigartige, markante Kubatur.

Das Tragwerk des Hochhauses ist als Massivbau in Stahlbetonskelettbauweise konzipiert. Die Stützen und die Kernzonen bilden die vertikalen Tragglieder, welche die Lasten der Geschossdecken in den Baugrund abtragen. Die Geschossdecken bestehen aus punktgestützten, teilweise vorgespannten Flachdecken aus Stahlbeton. Sie leiten geschossweise ihre Lasten in die vertikalen Tragglieder ab. Die Stockwerksdecken kragen aufgrund der genannten Volumenstapelung unterschiedlich weit aus.

Die Horizontalkräfte aus Wind- und Erdbebenbeanspruchung werden auf das Aussteifungssystem abgeleitet, welches aus den vier Kernen im Sockelgeschoss gebildet werden, welche oberhalb auf zwei Kerne reduziert wurden. Damit ergeben sich für jeden markanten Volumen und Steifigkeitssprung Kopplungsgeschosse, in denen die horizontalen Belastungen neu auf die einzelnen Elemente der Aussteifung verteilt werden müssen. Das Stützenraster und die Deckenstärken wurden aufeinander abgestimmt. Bei gleichbleibenden Grundrissen sind die Stützen – als Schleuderbetonstützen aus hochfestem Beton konzipiert – durchgehend ohne Abfangungen angeordnet und laufen bis zur Fundation durch. Die Aussenwände der Untergeschosse bilden einen steifen Kellerkasten.

Angesichts der Gründung auf dem anstehenden Fels wurde ein Fundationskonzept beruhend auf einer Flachfundation mit einer Bodenplattenstärke von 1.5 m im Hochhausbereich und 1.0 m im Sockelbereich vorgesehen.

Das Hochhaus wird im Erdgeschoss von einem Sichtbetonvordach umschlossen. Dieses Vordach kragt bei einer Stärke von 14 cm ca. vier Meter aus und umfasst fugenlos die vier 50 bis 55 m langen Seiten des Hochhauses. Die Vordachkonstruktion wird an die vorgespannte Flachdecke der Erdgeschossdecke des Hochhauses über eigens konzipierte Stahlbauanschlüsse angehängt.

Daneben wurde das Logistikzentrum erstellt, welches annähernd vollständig in den Boden eingebunden ist und mit bis zu 5 Meter Erde überdeckt ist. Es erstreckt sich über eine Länge von ca. 150 m unterhalb der Meret Oppenheim Strasse und ist als Stahlbetonmassivbau konzipiert. Die Hallenkonstruktion der Anlieferung weist hierbei Spannweiten von 25 bis 30 m auf, die durch vorgespannte Stahlbetonunterzüge überbrückt werden.

September 2016
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Von links nach rechts: 3D-Modellierung der Kerne, Stützen, Decken und Gesamtmodell
Von links nach rechts: 3D-Modellierung der Kerne, Stützen, Decken und Gesamtmodell
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