• Projektdaten
  • Doppelwohnhaus , Bolligen
  • Bauherrschaft
    Privat
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Architektur
    Rolf Mühlethaler Architekt BSA SIA Bern
  • Planungszeit
    2015-2016
  • Realisierungszeit
    2017-2018
  • Status
    Gebaut


Das Doppelwohnhaus liegt im nordwestlichen Teil der Gemeinde Bolligen. Die leichte Hanglage ist die eigentliche Besonderheit des Ortes. Die einzigartige Topografie erlaubt gegen Süden den weiten Panoramablick in die umgebende Landschaft bis in die Berge. Der 3-Geschossige Neubau weist ein Untergeschoss, ein Erdgeschoss und ein Attikageschoss auf und ist in Längsrichtung achssymmetrisch aufgebaut. Das Attikageschoss liegt nicht zwei-, sondern dreiseitig auf der Flucht des darunterliegenden Wohn-Hauptgeschosses. Das helle, gewellte Metall der Seitenfassaden stärkt die Leichtigkeit und schlichte Eleganz der skelettartig aufgebauten Gebäudestruktur aus Stahl. Das feine Metall verbindet sich oszillierend mit den Einflüssen der Umgebung und des Himmels. Das Wohnhaus wird in fliessender räumlicher Beziehung nordseitig durch den Carport betreten. Die Bodenplatte liegt auf Strassenniveau, und durch das leicht nach Südwesten abfallende Gelände und die nach innen versetzten Kellerwände scheint das Gebäude über dem Boden zu schweben.

Die Tragstruktur des Hauses ist in Stahl und Beton konzipiert. Eine in der Mittellängsachse angeordnete Tragwand in Sichtbeton bildet das statische Rückgrat des Neubaus und trennt die beiden Wohneinheiten räumlich und akustisch voneinander. Alle weiteren vertikalen Tragelemente sind in Stahlbauweise ausgebildet. Als verbindendes Element wirken die 26 cm schlanken Stahl-Beton-Verbunddecken, welche von der Mitteltragwand beidseitig über rund 8 Meter zur Fassade spannen. Die Profilbleche verleihen der Decke eine elegante Rippenstruktur in Tragrichtung und übernehmen zugleich die Funktion der Deckenschalung. Die beiden Aussenwände sind als reine Stahlskelettkonstruktionen aus Auflagerrandträgern und Stützen ausgebildet, welche durch Windverbände ausgesteift werden und auf den auskragenden Deckenrändern über dem Untergeschoss gelagert sind.

Als verbindendes Element wurden Profilbleche auch im Aussenbereich eingesetzt. Vor dem Haus als Tragbleche im Dach über dem Carport und hinter dem Haus als Dachuntersicht über dem Balkon. Diese beiden Dachkonstruktionen wurden jeweils als reine Stahlbauten ausgebildet und vermitteln eine räumliche Kontinuität zwischen den Innen- und Aussenbereichen des Doppelwohnhauses.

Die Stabilisierung gegenüber horizontalen Einwirkungen aus Wind und Erdbeben erfolgt über die durchlaufende Mitteltragwand in Ortbeton und die achssymmetrisch angeordneten Windverbände in den Fassadenebenen.

Das Projekt wurde mit dem Prix Acier 2018 ausgezeichnet.

Film: Michael Husarik, www.markagefilm.ch

Auftraggeber: Stahlbau Zentrum Schweiz www.szs.ch

Dauer: 01:00 Min

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Isometrie mit Metallblechen
Isometrie mit Metallblechen
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