• Projektdaten
  • Neubau Schwimmhalle und Sporthalle Campus Sursee, Sursee, 2019
  • Bauherrschaft
    Stiftung Campus Sursee
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Totalunternehmer
    Implenia Schweiz AG
  • Architektur
    Rolf Mühlethaler Architekt BSA SIA Bern
  • Planungszeit
    2014-2015
  • Realisierungszeit
    2015-2019
  • Status
    Im Bau


Die Stiftung Campus Sursee ist das grösste Schweizer Bildungs- und Seminarzentrum für alle am Bauprozess beteiligten Fachleute. Auf dem Gelände in Sursee befindet sich ein Seminarzentrum sowie die Berufsfachschulen für die Verkehrswegbauer, die Maurer und den Fachbereich Betriebsunterhalt. Da eine umfassende Sanierung und Erweiterung des bestehenden 40-jährigen Sporttrakts aus Kosten- und Platzgründen nicht zweckmässig war, wurden die bestehenden Sportanlagen aus dem engeren Gebiet des Campus-Areals entfernt und an einem neuen Standort neu erstellt. Die Erneuerung und Verlegung der Sportanlagen, bestehend aus einer 50 m Schwimmhalle, einer Dreifachsporthalle und Aussenanlagen wurde ab 2013 geplant und im Frühling 2019 eröffnet.

Die beiden Hallen definieren mit der bestehenden Autoeinstellhalle einen dreiecksförmigen Platz, unter welchem sich die Garderoben, Toilettenanlagen, Fitnessraum, Technik und Nebenräume befinden. Die drei Gebäudeteile wurden strukturell als Einheiten konzipiert und folglich mit einer Dilatationsfuge getrennt. Die prägenden strukturellen Elemente sind die Dachkonstruktion, die Pfeiler und die Wandungen. Der Rhythmus der Deckenträger spiegelt sich in der Gestaltung der Platzstruktur wider.

Das weitgehend vorgefertigte Dachtragwerk besteht für die Schwimm- und die Sporthalle aus einseitig abgespannten einfachen Balken, die im Achsmass so angeordnet sind, dass immer ein Doppelträger den begehbaren Raum für die haustechnischen Installationen bietet. Aufgrund der grossen Spannweiten von bis zu 40 m, den grossen Raumhöhen sowie dem engen Terminprogramm wurde ein hoher Vorfertigungsgrad des Tragwerks angestrebt. Aus Gewichts- und Transportgründen mussten die Träger in einzelnen Teilen geliefert und montiert werden. Der Fugenschluss mit der Vorspannung erfolgte auf der Baustelle. Die Deckenelemente wurden als vorgefertigte Phi-Träger mit integrierten Akustikpanelen geliefert und montiert. Durch den Überbeton ist die stabilisierende Deckenscheibe der beiden rahmenartigen Tragwerke gegeben.

Die Stützen bestehen in Analogie zu den Trägern aus Doppelpfeilern, die durch einen zentralen Steg gekoppelt wurden. Diese Kopplung bietet eine Stabilisierung des Dachtragwerks gegenüber Wind und Erdbebeneinwirkungen in Querrichtung. Der Raum zwischen den Flanschen und dem Steg der Doppelstützen dient gleichzeitig als vertikaler Schacht für die haustechnischen Installationen. Die seitlichen Fassaden wurden als nichtragende Wandscheiben in Kalksandsteinsichtbeton gestaltet.

Die beiden Hallen wurden mit einer dichten und je nach Einbautiefe auftriebssicheren Flachfundation von ca. 50 cm Stärke versehen. Im Bereich des Schwimmbeckens und des Mehrzweckbeckens war eine Auftriebssicherung mittels Mikropfählen erforderlich. Bei den grossen Stützenlasten waren zur Lasteinleitung in den Baugrund zusätzliche Bohrpfähle notwendig.

 

Publikationen


Campus Sursee Sportarena aus Tracés, 17-07-2019
© espazium.ch

RMA_32_1904_AF005
RMA_32_1904_AF009
Vorspannungsplan des Dachträgers der Schwimmhalle
Vorspannungsplan des Dachträgers der Schwimmhalle

Tragwerk der Schwimmhalle

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