• Projektdaten
  • Wohn- und Geschäftsüberbauung Rosentalstrasse, Basel, 2018
  • Bauherrschaft
    Zürich IMRE AG
  • Totalunternehmer
    Implenia Schweiz AG
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Architektur
    Morger + Dettli Architekten
  • Planungszeit
    2011 - 2016
  • Realisierungszeit
    2016 - 2018
  • Status
    Gebaut


Die bestehenden Wohnbauten an der Rosentalstrasse 9-13 wurden durch ein 13 geschossiges Hochhaus mit einer gemischten Nutzung bestehend aus Wohnen und Arbeiten ersetzt. Der Neubau steht parallel zum Messeturm leicht von der Strasse zurückversetzt und bildet mit diesem und der benachbarten Messehalle 2 ein kompositorisches Ensemble.

Das Erdgeschoss und die ersten sechs Obergeschosse sind in ihren Grundrissabmessungen gleich. Das Gebäude verjüngt sich kontinuierlich ab dem siebten Obergeschoss dreiseitig nach oben, entsprechend der Baulinienabstände und den Lichteinfallswinkeln zum Messeturm. Die Grundfläche beträgt ca. 1000 m2 bis zum 6. Obergeschoss und ca. 650 m2 im 12. Obergeschoss. Es sind 2 Untergeschosse vorgesehen, wobei die Technikzentrale in einer lokalen Vertiefung des zweiten Untergeschosses liegt.

Das Tragwerk des Hochhauses ist als Stahlbeton Skelettbau konzipiert. Die Stützen und die Kernzone bilden die Tragglieder, welche die Lasten der Geschossdecken in den Baugrund abtragen. Punktgestützte Flachdecken in Stahlbetonbauweise werden für die Geschossdecken verwendet mit der Funktion, die geschossweisen Lasteinleitung in die Tragglieder sowie die Horizontalkräfte, die auf das Gebäude in den Deckenebenen wirken, auf das Aussteifungssystem zu übertragen. Die umlaufenden thermisch isolierten, vorgefertigten Sichtbetonbrüstungen sorgen für die Verhinderung eines Brandüberschlags und eine Verringerung der Deckenranddeformationen.

Die Decken sind stützenfrei vom Kern bis zu den Fassadenstützen gespannt. Die Stützen sind als Schleuderbetonstützen aus hochfestem Beton konzipiert. Bei unveränderlichen Grundrissen sind sie vertikal angeordnet und laufen bis zum Dach durch. Die Fassadenstützen der Süd- West- und Ostfassaden sind entsprechend dem Fassadenverlauf leicht nach innen geneigt, um das Tragwerkskonzept mit der gleichen Philosophie der äusseren Form folgend nach oben hin fortzuführen. Auf diese Weise können die Decken auch in den Geschossen mit unterschiedlichen Grundrissen mit einer reduzierten Stärke effizient und nutzungsflexibel ausgeführt werden. Die Ausnahme bildet die Decke über dem fünften Obergeschoss, wo die geneigten Stützen in die Vertikale übergehen. Durch die Umlenkung entstehenden Ablenkkräfte welche als Zugkräfte mittels der Vorspannkabel in die Stahlbetondecke eingeleitet werden. In der Folge werden die differentiellen Horizontalkraftanteile über die Decke in den Kern übertragen werden.

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Schnitt
Schnitt
Vorspannung der Decke im 5. Obergeschoss
Vorspannung der Decke im 5. Obergeschoss
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