• Projektdaten
  • Maison Davidoff, Basel, 2017
  • Bauherrschaft
    Oettinger Davidoff AG
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Architektur
    Diener & Diener Architekten
  • Planungszeit
    2012-2015
  • Realisierungszeit
    2015-2017
  • Status
    Gebaut

 

Der Neubau Maison Davidoff beherbergt den globalen Hauptsitz des Unternehmens, das sich seit 1930 an der Nauenstrasse 73 in Basel befindet. Das Gebäude verbindet traditionelle formale Elemente mit einer nachhaltigen Konstruktion und Gebäudetechnik.

Der 14 m hohe Bau wurde auf der bestehenden Grundstücksfläche realisiert. Das 1. Untergeschoss, das Erdgeschoss und die ersten drei Obergeschosse sind in ihren Grundrissabmessungen identisch. Nur das Dachgeschoss, das eine grosszügige Terrasse bietet, ist durch eine kleinere bedeckte Fläche gekennzeichnet. Zigarrenform nachempfundene Betonstützen, auf fein modellierten Geschossbändern stehend, gliedern die Glasfassade.

Das Tragwerk ist aus Gründen einer gewünschten hohen Nutzungsflexibilität als Stahlbeton-Skelettbau mit einer tragenden aussenliegenden Fassade konzipiert. Die Aussen- und Innenstützen bilden zusammen mit den Kernzonen die vertikalen Tragglieder, welche die Lasten der Geschossdecken in den Baugrund abtragen. Die Geschossdecken sind als punktgestützten Flachdecken in Stahlbetonbauweise angedacht und haben neben der Lasteinleitung der Vertikallasten die Aufgabe, die Horizontalkräfte in das Aussteifungssystem der Kerne zu übertragen. Die 35 Innenstützen sind als Schleuderbetonstützen aus hochfestem Beton konzipiert. Sie sind vertikal und durchlaufend bis zum 3. Obergeschoss angeordnet. Das Attikageschoss ist auf Stahlstützen gelagert und wird durch die Decke über dem 3.Obergeschoss abgefangen.

Die zigarrenförmige Fassadenstützen, die das Gebäude stark kennzeichnen, sind als vorfabrizierte Sichtbetonstützen hergestellt. Die architektonische Intention und der strukturelle Entwurf der “eulerschen” Knickform entsprechenden Säulen machen das Produkt Zigarre von Davidoff an der Gebäudeaussenseite sichtbar. Die Lasten aus den Flachdecken werden durch isolierte Krafteinleitungselemente aus Stahl in die Fassadenstützen geleitet. Ein umlaufender Sichtbetonriegel verbindet die Aussenelemente wie ein kraftschlüssiger Gürtel.

Zur Aussteifung wurden ausschliesslich die Kerne herangezogen, welche aufgrund ihrer Positionierung und Formgestaltung die auftretenden Horizontalkräfte aus Wind und Erdbeben in den Untergeschosskasten und die Fundation abtragen können. Das Bauwerk wurde flach fundiert. Die konzentrierten Lasten im Bereich der Kerne und Hauptstützen wurden durch lokale Fundamentvertiefungen verstärkt.

Das Projekt erhielt die Auszeichnung “Guter Bauten 2018”, Kanton Basel-Landschaft und Kanton Basel-Stadt.

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Detailplan einer Stütze
Detailplan einer Stütze
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