• Projektdaten
  • FHNW-Campus , Muttenz, 2018
  • Bauherrschaft
    Bau- und Umweltschutzdirektion Kanton Basel-Landschaft,
    vertreten durch das Hochbauamt, Kanton Basel-Landschaft
  • Generalplanung
    pool Architekten, Takt Baumanagement AG, HRS Basel
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas Ingenieure
  • Architektur
    pool Architekten
  • Landschaftsarchitektur
    Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, GmbH
  • Planungszeit
    2011-2014
  • Realisierungszeit
    2014-2018
  • Status
    Gebaut

 

Der neue Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz dient als neues Zuhause für die bis anhin auf 36 Standorte verteilten Hochschulen für Architektur, Bau und Geomatik, Life Sciences, Soziale Arbeit, Pädagogische Hochschule und Trinationaler Studiengang Mechatronik der Hochschule für Technik. Die Grundrissabmessungen des Hauptbaus betragen 63 mal 70 m, so dass er bei einer Höhe von 64 m als Würfel in Erscheinung tritt. Im Sockelbereich des Hauptbaus – vom Erdgeschoss bis zum 3. Obergeschoss – sind die öffentlichen Nutzungen mit Hörsälen, Aula, Mensa, Bibliothek und Drittnutzungen untergebracht, während vom 4. bis zum 12. Obergeschoss Büros, Labors und Seminarräume der verschiedenen Fakultäten vorhanden sind. Das Dachgeschoss wird hauptsächlich für Technikanlagen verwendet. Die Untergeschosse umfassen diverse Labors und Werkstätten sowie Lager und Technikräume. Unterirdisch angegliedert ist ein rund 10 m hohes Volumen mit einer Doppelturnhalle, einer Bauwerkshalle, Werkstätten und Lagerräumen.

Im neuen Gebäude ziehen sich funktionale Organisation, räumliche Struktur und Tragsystem in einer Einheit mit einem Grundraster von 7x7 m durch. Zur Erreichung der gewünschten Nutzungsflexibilität wurden die Obergeschosse in Skelettbauweise mit vier stabilisierenden Erschliessungskernen, 14 m spannenden, vorgefertigten Rippendecken und vorfabrizierten Betonstützen konzipiert. Mit zwei Innenhöfen ist im Grundriss ein 14 m breiter Deckenring entlang der Fassade und ein ebenso breiter Zwischentrakt vorhanden. Entlang der Deckenränder beträgt das Stützenraster 7 m.

Im vierten Obergeschoss wurde der 35 m lange Mitteltrakt mit einem geschosshohen Brückentragwerk aus teilweise aufgelösten Wandscheiben und vorgespannten Ortbetonflachdecken abgefangen, so dass darunter ein über 20 m hohes Atrium vorhanden ist. Mit dem gleichen Prinzip wurden der 42 m breite Haupteingang von Stützen freigespielt. Dank vorgespannter Flachdecken über dem Erdgeschoss sowie 1. und 2. Obergeschoss wurden zudem grosszügig auskragende Galerien um den Innenhof ermöglicht.

Der ebenfalls in Ortbeton konzipierte Turnhallentrakt kann als eigenständiger Baukörper betrachtet werden, obwohl er monolithisch mit dem Hauptbau verbunden ist. Die Turnhalle wurde mit vorgespannten Unterzügen überdacht. Während die konzentrierten Lasten des Hauptbaus mit Pfählen in den Felsuntergrund abgetragen werden, ist der Turnhallentrakt flach fundiert.

Die für einen Hochbau aussergewöhnlich grossen Kräfte und Dimensionen konnten durch die Kombination der technischen Möglichkeiten wie Vorspannung, Vollstahleinlagen, Vorfabrikation, schräger Schubbewehrung und höherfestem Betonstahl elegant bewältigt werden. Trotzdem konnte für die Tragkonstruktionen in ökologischer Hinsicht mehrheitlich Recyclingbeton eingesetzt werden.

Das Projekt erhielt die Auszeichnung “Guter Bauten 2018”, Kanton Basel-Landschaft und Kanton Basel-Stadt und die Auszeichnung “Gold” von best architects 20.

Publikationen


FHNW aus werk, bauen + wohnen 12-2018
© werk, bauen + wohnen 12-2018

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Schnittperspektive
Schnittperspektive
Isometrie
Isometrie
Grundriss eines Regelgeschosses (6. OG)
Grundriss eines Regelgeschosses (6. OG)
Stahlbaudetail bei Krafteinleitung des Mitteltraktes
Stahlbaudetail bei Krafteinleitung des Mitteltraktes
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