• Projektdaten
  • Flexible Office Building, Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
  • Bauherrschaft
    Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, Deutschland
  • Bauleitung
    Itten+Brechbühl, Basel
  • Architektur
    Christ & Gantenbein
  • Planungszeit
    2016-2018
  • Realisierungszeit
    2018-2021
  • Status
    im Bau

In den 1960er-Jahren entwickelte der Architekt Roland Rohn einen Masterplan für das Produktionsareal des Pharmaunternehmens Roche in der deutschen Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Der Standort, der noch immer eine wichtige Rolle für den Konzern spielt, wurde ausgebaut und der Gebäudebestand fortlaufend modernisiert. So entstand in 2011 das Bürogebäude B10 «Opal», von den Architekten Christ & Gantenbein in Zusammenarbeit mit Schnetzer Puskas Ingenieure entworfen. Mit der Entwicklung des Standorts von einem Produktions- zu einem reinen Dienstleistungsstandort für den deutschen Vertriebsbereich werden zusätzliche Raumanforderungen benötigt. Das neue Bürogebäude Flexible Office Building (FOB) wird im Norden der Anlage gebaut, wo zur Emil-Barell-Strasse hin ein öffentlicher Vorplatz entstehen soll. Westlich des FOBs wird zudem eine neue Piazza geschaffen.

Im Flexible Office Building werden künftig alle Meeting-Aktivitäten zusammengeführt. Auf vier Etagen entstehen insgesamt 10’000 Quadratmeter neue Büroflächen. Das FOB wird 25 Meter hoch und weist einen Fussabdruck von 55 auf 35 Meter auf. Im Erdgeschoss liegt das Foyer, im ersten und zweiten Obergeschoss bildet ein in drei Raumeinheiten teilbares Auditorium, das sogenannte „Forum“, den Kern des Gebäudes. Drumherum gruppieren sich ringförmig Büroarbeitsplätze, eine „Meeting Area“ sowie Besprechungs- und Konferenzräume. Im dritten und vierten Obergeschoss stehen speziell entwickelte «Cubicles» für spezifische Arbeitsformen.

Das Gebäude wird als Skelettbau in Ortbetonbauweise erstellt. Die Erschliessungskerne sind in den vier Gebäudeecken platziert. So wird die Gebäudemitte freigespielt und bekommt den Charakter einer «Werkhalle». Möglich wird der stützenfreie Innenraum durch eine in Querrichtung vorgespannte Kassettendecke aus 2.8 x 2.8 Meter grossen Betonfertigteilen als verlorene Schalung, die eine grosse Flexibilität in allen Obergeschossen bietet. Ein Randunterzug um die Kassettendecke bildet hierbei den Abschluss und Übergang zur innenliegenden Stützenreihe. Im 1.Obergeschoss bildet eine grosse Öffnung in der Kassettendecke Platz für das Forum. In den Randbereichen werden die Decken als Flachdecken ausgeführt, die ihre Lasten in die beiden Stützenreihen sowie die erwähnten Treppenhauswände abgeben. Stabilisiert wird der Bau durch acht Stahlfachwerke, die in die Fassadenebenen liegen und in den Gebäudeecken an die Treppenhauswände anschliessen. Die Liftschachtwände in diesen Bereichen übernehmen lediglich lokale Vertikallasten. Alle Stützen werden als Schleuderbetonstützen ausgeführt, über die die vertikalen Lasten aus den Obergeschossen und der Dachfläche abgeleitet werden. Die Fassade wird von horizontalen Bändern bestimmt. Sie besteht aus Aluminiumpaneelen, Pfosten und Riegel aus Aluminium sowie grosse Glaselemente. Das statische Konzept wird dadurch unterstrichen und die Konstruktion sichtbar.

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CG_FOB_Roche_02_Piazza_©_Christ_Gantenbein
Längsschnitt
Untersicht und Schnitt der Kassettendecke, 1:50
Ansicht Vorspannung, 1:75
CG_FOB_Roche_01_Ansicht_Nord_©_Christ_Gantenbein

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