• Projektdaten
  • Roche Diagnostics Administration Bau 5, Rotkreuz, 2011
  • Bauherrschaft
    Roche Diagnostics AG, vertreten durch projektrosenberg, Zürich
  • Architektur
    Burckhardt+Partner
  • Tragwerksplanung
    Schnetzer Puskas International
  • Planungszeit
    2008
  • Realisierungszeit
    2009-2011
  • Status
    Gebaut

Beim rund 70 Meter hohen Administrationsgebäude der Firma Roche in Rotkreuz handelt es sich um einen klassischen Aufbau von innen liegender Tragstruktur unter Mitwirkung der äusseren Fassade. Das Tragwerk ist konstruktiv von der geschosshoch verglasten Fassadenhülle getrennt und dieser vorgelagert. Die geneigten, über vier Geschosse rautenförmig angeordneten, tragenden Fassadenstützen prägen den architektonischen Ausdruck des Gebäudes und leisten den Hauptbeitrag zu seiner horizontalen Stabilisierung. In Zusammenwirkung mit den Deckenscheiben bilden sie jeweils über zwei Geschosse stabile Dreiecke, die global ein steifes, röhrenartiges Geflecht ergeben. Dieses System ist so effizient, dass es rund 70 Prozent der horizontalen Einwirkungen infolge Erdbeben und Wind abträgt. Da die Kerne nur noch einen geringen Teil der Horizontallasten übernehmen müssen, können ihre Wandstärken minimiert und dadurch zusätzliche Nutzflächen generiert werden. Die Funktionalität der Tragstruktur und die wirkenden Kräfte sind unmittelbar ables- und erfahrbar. Der hoch beanspruchbare Baustoff Beton wird regelrecht inszeniert, was den Gebäudenutzern Sicherheit und optische Festigkeit vermittelt.

Aufgrund der hohen ästhetischen Anforderungen an das Sichtbetontragwerk, der erforderlichen Festigkeiten und der geometrisch repetitiven Tragkonstruktion lag die Vorfabrikation der Stützen nahe. Die Fassadenstützen vom Erdgeschoss bis ins 13. Obergeschoss wurden als V- respektive A-förmige Doppelstützen vorgefertigt. Speziell waren dabei die Eckstützen, welche räumlich wirken und auch so vorgefertigt werden mussten. Die zweigeschossigen Stützen im 14. und 15. Obergeschoss wurden aus ausführungstechnischen Gründen einzeln produziert und montiert. Als knifflige Aufgabe entpuppte sich die Detailkonstruktion: Um beispielsweise den Bewehrungsquerschnitt in den konstruktiv anspruchsvollen Kreuzungsbereichen der Bewehrungsstäbe möglichst klein zu halten, wurde dort Bewehrungsstahl mit höherer Festigkeit eingesetzt. Die Stützenkopplungen mussten neben Druckkräften auch Schub und teilweise sogar Zugkräfte aufnehmen, was statisch und bautechnisch sehr anspruchsvoll war.

Januar 2010
März 2010
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Mai 2010
April 2010
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Juli 2010
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August 2010
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Typisierung der Fassadenstützen
Typisierung der Fassadenstützen
Oben: Bewehrungsplan einer typischen V-Stütze mit Stützenfussdetails; unten: Bewehrung der V-Stützen in Abhängigkeit des Geschosses
Oben: Bewehrungsplan einer typischen V-Stütze mit Stützenfussdetails; unten: Bewehrung der V-Stützen in Abhängigkeit des Geschosses
Untersicht Schalungsplan 8. Obergeschoss
Untersicht Schalungsplan 8. Obergeschoss
Horizontale Verformungen nur mit Kernwänden (links), nur mit Fassadenstützen (Mitte), mit Fassadenstützen und Kernwänden zusammen (rechts)
Horizontale Verformungen nur mit Kernwänden (links), nur mit Fassadenstützen (Mitte), mit Fassadenstützen und Kernwänden zusammen (rechts)
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