• Projektdaten
  • Monte Rosa Hütte, Zermatt, 2009
  • Bauherrschaft
    Schweizer Alpen Club SAC
  • Architektur
    ETH-Studio Monte Rosa, Zurich / Bearth & Deplazes Architekten
  • Holzbau
    Ingenieurgemeinschaft Holzbaubüro Reusser / SJB Kempter Fitze
  • Planungszeit
    2003-2008
  • Realisierungszeit
    2008-2009
  • Status
    Gebaut

Anlässlich des 150 Jahre Jubiläums der ETH wurde als bautechnisch wegweisendes und nachhaltiges Projekt die Neue Monte-Rosa-Hütte erbaut. Wie konstruiert man ein Haus im Gebirge auf 2883 m ü. M.? Die Beantwortung dieser Frage umfasste mehr als nur die statischen Berechnungen von Decken, Wänden, Stützen und Fundation. Die Herausforderung bestand darin, die Aufgabenstellung im Gesamtkontext zu formulieren und darauf in der Materialisierung und auch logistisch die optimalen Lösungen zu finden. Durch den Standort wurden die Klimabedingungen, die Einwirkungen von Schnee, Wind und Erdbeben, die geologischen Verhältnisse, die Transportdistanzen und Transportmittel, sowie die Bauweisen formuliert. Die entwickelte Gebäudestruktur begründete sich neben den Nutzungsanforderungen in genau diesen Parametern.

Der 5-geschossige Baukörper wurde in einer Holzelementbauweise konstruiert, welche auf einem sternförmiger Stahltisch und zehn in den Fels eingebundene Einzelfundamente montiert wurde. Die Struktur wurde aus 400 digital erfassten und maschinell abgebundenen Wand- und Deckenelementen gebildet. Die passgenaue Fügung der Kanten respektive der Elemente folgte je nach Beanspruchung mittels Holz-Holz Verbindungen oder eingebauten Stahlteilen. Die kristalline Form des Gebäudes bietet bei einer minimalen Oberfläche ein maximales Volumen. Daraus resultieren für die äusseren Einwirkungen wie Wind und Schnee eine kleinstmögliche Angriffsfläche und für den Nutzer eine maximales Raumangebot. Die Grundrissfläche ist durch ein ungleichförmiges, mehrseitiges Polygon bestimmt. Die in fünf Achsen situierte Innenwände bilden das sternförmige Haupttragwerk. Die Geschossdeckenelemente wurden jeweils zwischen die Innenwände gespannt. Dadurch entstanden je Geschoss 10 trapezförmige Räume. Die Stabilisierung gegen Wind und Erdbeben erfolgt hauptsächlich über die Innenwände. Die Horizontallasten erzeugen eine Schub- und Momentenbeanspruchung in den Tragwänden. Daraus resultierten teilweise abhebende Reaktionen in den Wandfussbereichen, welche über die Ankernägel in den Fels eingeleitet wurden. Die schubsteifen Deckenscheiben, die geschlossenen Fassadenflächen sowie die der Fassade entlang führenden, kaskadenartige Innentreppe wirken gemeinsam zur Torsionsstabilität des Gebäudes mit.

 

Publikationen


Artikel aus Tec21, 135 (2009)
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Neue-Monte-Rosa-Huette_Luftaufnahme_Winter
Essraum
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Schlafraum
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Chronologischer Entwicklungsprozess der Tragstruktur
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Tragstruktur des Holzbaus
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Skizze der zwischen die Achsenwände gespannten Geschossdeckenelemente
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Neue-Monte-Rosa-Huette_Luftaufnahme_Sommer

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